Diese Überlegungen zeigen meinen Weg von der "traditionellen" Trix-Express-Anlage zum gemischten, teilweise digitalen Trix-Express-System.
Allgemein bekannt ist ja, dass Trix Express durch den Mittelleiter 2 getrennte Stromkreise hat, sodass zwei Züge mit unterschiedlicher Geschwindigkeit fahren können.
Der erste Schritt in die Digitalisierung ist der Einbau von Digitaldecodern in Trix Express Loks. Dies ist auch bei älteren Trix-Loks möglich. Je nach Decoderart - ich verwende grundsätzlich Lenz-Decoder) ist trotzdem ein Betrieb auf einer analogen Anlage (d.h. mit analogem Trafo) möglich. Natürlich bringt dieser Schritt noch nicht wirklich eine Verbessung.
Kosten: ca. 35-50 Euro pro Lok für Decoder inkl. Umbau
Zum ersten Mal interessant wird es, wenn an Stelle eines analogen Trafos eine Digitalsteuerung angeschlossen wird. Der Mittelleiter ist auch in diesem Stadium wieder Gold wert! Er ermöglicht nämlich die Verwendung von analogen und digitalen Loks gleichzeitig! D.h. es wird nur einer der beiden Trafos (aus der Analog-Version) durch die Digitalsteuerung ersetzt, der andere bleibt. Analoge Loks haben den Außenschleifer daher auf der einen, digitalisierte Loks auf der anderen Seite.
Digitalisierte Loks haben gegenüber den analogen Loks schon einige Vorteile: Licht unabhängig von der Geschwindigkeit, Geschwindigkeit (durch lastgesteuerten Decoder) immer konstant, egal ob man mit oder ohne Waggons fährt und egal ob es eben, bergauf oder bergab geht.Ein wesentlicher Vorteil sind die Beschleunigung und die Bremsung der Lok. Diese können pro Lok definiert werden. Ein abruptes Losfahren ist damit gar nicht mehr möglich, auch wenn der Regler sofort voll aufgedreht wird. Auch ein abruptes Stehenbleiben ist nur möglich, wenn die STOP-Taste gedrückt wird. Normalerweise wird beim Zurückdrehen des Reglers auf Null die Bremsung eingeleitet und die Lok bleibt dann entsprechend dem eingestelltem Weg stehen.
Zwei weiterere Vorteil der Digitalisierung zu diesem Zeitpunkt:
Kosten für die Digitalsteuerung (z.B. Roco Digitalzentrale + Multimaus): ca. 100 - 150 Euro
Bei der digitalen Schaltung von Weichen ist zu unterscheiden zwischen Weichen mit Magnetantrieben und Weichen mit Motorantrieben.
Weichen mit Magnetantrieben werden mit einem Weichendecoder gesteuert. Ich verwende den Lenz 150 Weichendecoder, der es auch parallel eine analoge Schaltung der Weichen ermöglicht. D.h. es muss nicht unbedingt ein Digitalsystem angeschlossen sein und trotzdem können die Weichen aus der Ferne geschalten werden. Zu überlegen ist die doppelte Schaltung aus Verdrahtungsgründen. Während die analogen Schalter beim Stellpult sein müssen (es macht ja keinen Sinn, zu den Weichen hinzulaufen), kann der Weichendekoder in der Nähe der Weichen plaziert sein. Das spart jede Menge Kabel, weil dann die Schaltdrähte von den Weichen nur zum Dekoder gehen und nur die EINE Steuerleitung (d.h. zwei Drähte) vom Dekoder zur Digitalzentrale oder auch nur zum nächsten Dekoder. Natürlich kann der Weichendekoder aber auch in Schaltpultnähe sein.
Da ich (bisher) nur Weichen mit Magnetantrieben verwende, kann ich über die digitale Schaltung von Motorweichen noch nicht aus eigener Erfahrung berichten. Im Internet (http://www.tt-board.de/forum/archive/index.php/t-5742.html) erfährt man aber, dass der LS 150 durch die freie Programmierung der Schaltdauer auch motorische Weichen schalten kann.
Das Schalten von Weichen geht mit der Roco Multimaus ganz gut. Die Lokmaus (R2) kann das noch nicht. Man kann zum Schalten auch die Route Control von Roco verwenden. Der Vorteil gegenüber der Multimaus ist die Schaltung von Weichenstraßen. Der hohe Preis (ca. 180 Euro) rechtfertigt diesen Vorteil aber nicht.
Kosten: Ein Lenz LS 150 (für 6 Magnetweichen) kostet ca. 40-45 Euro
Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir noch keinen PC für die Eisenbahn eingesetzt. die Vorteile der Digitalisierung bisher sind:
Der teuerste Teil einer digitalen Anlage sind die Rückmelder. Rückmelder sind notwendig, wenn man den PC zur Steuerung einsetzen will.Eine Rückmeldung im Digitalbetrieb ist wichtig, damit der PC weiß, ob ein Gleis besetzt ist oder nicht bzw. ob ein Zug einen bestimmten Punkt erreicht hat oder nicht.
Rückmeldungen können punktuell sein (Kontaktmelder) oder sich auf einen Gleisabschnitt beziehen. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Optimal (aber leider auch am teuersten) ist die Kombination von beiden. Ich verwende in den meisten Fällen die Kombination von Gleisbesetztmelder und Kontaktmelder, da damit auch punktgenaue Stopps der Züge möglich sind. Dies ist sowohl in Bahnhöfen, wie auch vor Signalen und auch in Abstellgleisen von Vorteil.
Beispiel: Halt vor Signal (egal ob Streckensignal oder Ausfahrtssignal im Bahnhof)
Vor dem Signal wird ein "Block" definiert, indem eine Trennstrecke eingerichtet wird. Ich arbeite ausschließlich mit Trennung der Mittelleiter. Die Mittelleiteranschlussklemme (bzw. der auf den Mittelleiter aufgelötete Draht) wird dann zum GBM geführt. Über diesen wird die Trennstrecke mit Strom versorgt. Gleichzeitig meldet der GBM auch zurück, wenn in diesem Gleisabschnitt eine Stromabnahme erfolgt, d.h. das Gleis besetzt ist. Wenn der Zug nun in diesen Abschnitt einfährt, kann der PC damit erkennen, dass das Gleis besetzt ist. Wenn der Zug in diesem Abschnitt (Bahnsteig) stehen bleiben soll, wird damit die Bremsung eingeleitet. Wo der Zug genau stehen bleibt ist damit die zweite Frage. Wenn der Bremsweg einer Digitallok richtig eingestellt ist (siehe oben), kann sich das auf die Länge des Bahnsteiges gut ausgehen. Da aber Bahnsteige und Abstellgleise sehr unterschiedliche Längen haben, ist die richtige Einstellung nur über die Bremswege sehr mühsam. Daher ist es besser, zusätzlich zum GBM einen Punktkontakt als Haltepunkt zu haben. Die Lok wird dann bei der Einfahrt in den Block (Bahnsteig) nur auf (eine definierte) Minimalgeschwindigkeit heruntergebremst und fährt mit dieser weiter bis zum Punktkontakt. Dort bleibt sie dann exakt stehen.
7. Digitale Steuerung (PC-Steuerung)
8. Der Einsatz von neuen Trix-Express-Loks (Umbauten)
9. Der Einsatz von 2-Leiter Loks (Trix H0, Roco)
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